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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger aus Eppelheim und den benachbarten Gemeinden,

am 3. Juli hat die Mehrheit der Eppelheimer Wähler für eine zeitnahe Umsetzung des Brückenneubaus gestimmt. Ein ganz großes Dankeschön an die Bürgerschaft, die sich mit dem Thema zuletzt intensiv auseinandergesetzt hat! Die neue Brücke, der Kreisverkehr und die Unterführung werden Sie mit ihren Vorteilen überzeugen – da bin ich ganz sicher. Uns als rnv ist es im weiteren Verlauf sehr wichtig, dass wir mit Ihnen im Gespräch bleiben und jeder zu Wort kommen kann. In einem konstruktiven Dialog wollen wir Ihre Wünsche und Anregungen aufnehmen, damit die Bauzeit so gut läuft wie möglich. Unter anderem werden wir Sie auf dieser Website weiter transparent und detailliert über das gesamte Projekt informieren. Erfahren Sie hier immer den aktuellen Stand der Dinge und welche Schritte geplant sind, auf Eppelheimer Seite genauso so wie im Pfaffengrund. 
Wir freuen uns auf Ihr Interesse und auf ein gutes Miteinander für die mobile Zukunft in und um Eppelheim, 

herzliche Grüße,
Ihr 
Martin in der Beek
Technischer Geschäftsführer rnv

Details

Die Projektdetails zeigen:
der Ausbau bringt Vorteile für alle

Abgestimmte Maßnahmen für moderne Mobilität

Ausbau der Brücke für zügigen, sicheren Verkehr

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Entflechtung bringt eindeutige Wege für alle

Der Kreisverkehr verbessert den Verkehrsfluss

Sicher und barrierefrei über die Kreuzung

Situation Vorher - Nachher

Marode und gefährliche Situation heute

Verbesserte Situation durch neue Brücke

Bauzeiten

Sorgfältig planen, zügig abwickeln: Der Zeitplan für das Projekt

Für die Durchführung der geplanten Maßnahmen ist eine Bauzeit von ca. 18 Monaten vorgesehen. (Frühjahr 2017 bis Sommer 2018)

 

Häufige Fragen

Häufige Fragen, unsere Antworten

Die neue Brücke kann jetzt im Zuge des Mobinetz-Ausbaus mit Fördergeldern des Bundes günstig gebaut werden. Diese sogenannten GVFG-Fördermittel fließen aber nur für Baumaßnahmen, die bis 2019 abgeschlossen sind. Zusätzlich gibt es jetzt Fördermittel des Landes und für den Radwegeausbau. Aktuell betragen die gesamten Fördergelder für Eppelheim über 1 Million Euro, das reduziert die tatsächlichen Kosten für Eppelheim auf ca. 1 Million Euro. Eppelheim spart also jetzt erheblich.

Der Ersatzverkehr im ÖPNV wird auf 1,5 Jahre beschränkt werden können, weil die neue Brücke jetzt zeitgleich – sozusagen im „Windschatten“– zum Ausbau des Mobinetzes entsteht. Damit wäre nach einer Bauzeit von ca. 18 Monaten alles fertig.

Hier kommen viele gute Gründe zusammen:

Die Brücke über die A 5 hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Straßenverkehrsflächen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und sind auf die gestiegene Belastung durch den Autoverkehr nicht ausgelegt. Moderne Niederflur-Straßenbahnen, die sogenannten VARIO-Straßenbahnen können nicht darüber fahren. Außerdem muss die Brücke noch vor dem sechsstreifigen Ausbau der A 5 dringend erneuert werden. Zudem ist die Brücke mit ihrem schmalen Streifen, welche durch Fußgänger und Radfahrer gemeinsam genutzt werden, nicht mehr zeitgemäß. Gerade aufgrund des zunehmenden Radverkehrs muss dieses Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer beendet werden.

Für die Gemeinden als Träger des Projekts können für den Neubau der Brücke mit zweigleisigem Ausbau erhebliche Fördermittel des Bundes nach GVFG abgerufen werden. Dies gilt allerdings nur für solche Baumaßnahmen, die bis 2019 abgeschlossen sind.

Insgesamt bietet sich jetzt die einmalige Gelegenheit, die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Eppelheim und Heidelberg zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmer entscheidend aufzuwerten.

Die Straßenbahn wird auf der Brücke über die Autobahn 5 und bis zur Kreuzung Hildastraße in Eppelheim zweigleisig ausgebaut. Dies verbessert die Leistungsfähigkeit der gesamten Strecke. Bislang endet die Zweigleisigkeit an der Haltestelle Kranichweg, die Bahnen von und nach Eppelheim müssen hier aufeinander warten. Durch den Ausbau kann der Straßenbahnverkehr auf der Strecke künftig schneller abgewickelt werden. Damit erhöht sich die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Auch für die Förderung des Bundes nach GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) ist ein zweigleisiger Gleiskörper unabdingbar, da mit diesen Fördermitteln ja gerade die Verbesserung von umweltfreundlicher Mobilität in den Gemeinden unterstützt werden soll.
Die Ortsdurchfahrt bleibt eingleisig.

Ja. Die Straßenbahn fährt über die neue Brücke Richtung Eppelheim nur bis zum geplanten Kreisverkehr zweigleisig. Im Kreisel soll zukünftig eine Weiche liegen, die ab dort die Straßenbahn eingleisig nach Eppelheim weiterleitet. In umgekehrter Richtung gilt natürlich auch: die Straßenbahn kommt eingleisig vom Ortskern bis zur Weiche im Kreisel. Erst ab dort wird sie zweigleisig über die neue Brücke Richtung Heidelberg geführt. Kurz gesagt: Zwischen neuem Kreisverkehr und Endhaltestelle in Eppelheim bleibt die Straßenbahn wie bisher eingleisig, in der engen Hauptstraße wäre auch nichts anderes möglich.

Insgesamt wird die Eppelheimer Straße auf dem neuen Brückenwerk mit 21,70 einen breiteren Querschnitt erhalten. An ihrem Fuß ist die Brücke damit aber nicht breiter als jetzt die alte Brücke inklusive Böschung. Die neue Brücke wird gegenüber der alten für alle Verkehrsteilnehmer erhebliche Vorteile bringen:

Autofahrer müssen auf der Brücke nicht mehr die Gleise kreuzen, da die Straßenbahn dann mittig auf einem besonderen Gleiskörper geführt wird. Auch für die Fußgänger und Radfahrer gibt es Verbesserungen: Wo sie sich bisher einen schmalen Weg teilen mussten, entstehen künftig auf beiden Seiten der Brücke fahrbahnbegleitende Radstreifen mit 1,85 Metern Breite sowie Gehwege mit kinderwagenfreundlichen 2,50 Metern Breite.

Wo an beiden Enden die Brücke in den Straßenverlauf übergeht, werden Stützmauern aus Gabionen entstehen. Mit 5 m auf Eppelheimer Seite und 2 m auf Heidelberger Seite sind sie kaum höher als die jetzige Böschung. Zudem werden die Gabionenwände begrünt und bieten neuen Lebensraum für Pflanzen und Kleintiere.

Die Gemeinderäte der Stadt Eppelheim und der Stadt Heidelberg haben die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) damit beauftragt, die verkehrliche Neugestaltung der Brücke und des Straßenraums von Kreuzung Kurpfalzring (HD) bis zur Kreuzung Hildastraße (Epp.) zu planen und das Projekt in das Gesamtkonzept des Mobilitätsnetz Heidelberg einzubinden.

An der Brückenbaumaßnahme sind das Regierungspräsidium Karlsruhe als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland – Bundesstraßenverwaltung, die Stadt Heidelberg und die Stadt Eppelheim als Träger der Straßenbaulast beteiligt. Für die über die Brücke führende Straßenbahn ist die Rhein- Neckar-GmbH (rnv) im Auftrag der HSB beteiligt.

Die rnv hat als Vorhabenträger die Planfeststellung des Vorhabens beantragt.

Mit dem Mobilitätsnetz wird das Straßenbahnnetz in und um Heidelberg umfassend und nachhaltig ausgebaut. Rund zehn Kilometer Schienen sollen bis 2019 neu verlegt oder modernisiert werden. Ziel ist es, über 10.000 Fahrgäste pro Tag hinzuzugewinnen, davon über 7.000 Umsteiger vom Auto – ein wichtiger Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität und zur Entlastung des Straßenverkehrs. Insgesamt sollen bis 2019 rund 100 Millionen Euro in das Straßenbahnnetz investiert
werden.
Im Projekt »Mobilitätsnetz Heidelberg« werden bereits geplante Maßnahmen und neue Projekte gebündelt, die das Straßenbahnnetz in Heidelberg und seiner Region verbessern bzw. erweitern. Das Gesamtprojekt ist in 8 Teilprojekte gegliedert, zu denen auch das Projekt »Verlängerung der 2-Gleisigkeit der Linie 22 nach Eppelheim« zählt.

Die neue Brücke kann mit modernen Niederflurfahrzeugen der rnv, sogenannten VARIO-Straßenbahnen, befahren werden. So können Zukunft auch die Eppelheimer Bürgerinnen und Bürger mit modernen, komfortablen und vor allem auch barrierefreien Fahrzeugen fahren.

Durch die geplante Verlängerung der 2-Gleisigkeit wird der 1-gleisige Streckenabschnitt in Eppelheim um ca. 410 m verkürzt. Dadurch erhöht sich die Pünktlichkeit der Linie 22 und es kommt zu weniger Fahrtausfällen. Außerdem verkürzt sich die Fahrzeit innerhalb Eppelheims pro Fahrtrichtung um bis zu 1,5 Minuten. Für die Fahrgäste in Eppelheim bedeutet dies eine bessere Fahrplanzuverlässigkeit und damit auch zuverlässigere Anschlüsse an die Regionalbusse nach Schwetzingen und Plankstadt.

Es geht hier um die Anbindung des neuen Stadtteils Bahnstadt mit seinen ca. 5.000 neuen Bewohnern. Damit werden die Stadt Eppelheim und die Heidelberger Stadtteile Pfaffengrund und Kirchheim mit jeweils einer Straßenbahnlinie direkt an den Heidelberger Hbf (Zugang Bahnstadt auf der Südseite) angebunden, die direkte Verbindung zur Innenstadt bleibt erhalten.

Ein Hauptziel der Planung sind Verbesserungen für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Dazu gehört insbesondere der Einsatz der barrierefreien VARIO-Straßenbahnen. Ein Neubau der Brücke ist dafür eine absolute Grundvoraussetzung.

Zudem müssen hierfür allerdings auch die Endhaltestelle „Kirchheimer Straße“ und die Haltestelle „Rathaus“ ausgebaut werden, was wiederum für sich genommen erhebliche Vorteile für den ÖPNV in Eppelheim mit sich bringt.

Insgesamt werden die neuen, von den Fahrgästen nutzbaren Anlagen rund um die Straßenbahn möglichst barrierefrei gestaltet. Dabei dient Barrierefreiheit ja nicht nur den aus gesundheitlichen Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen. Auch Menschen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck profitieren davon.

Die Straßenbahn wird auf einem eigenen Bahnkörper zweigleisig über die neue Brücke bis zum Ende der Rampe auf Eppelheimer Seite geführt.

Die einzelnen Verkehrsströme (PKW/ Straßenbahn/ Fahrrad/ Fußgänger) sind voneinander getrennt und damit im Bereich des Ortseingangs Eppelheim deutlich entflechtet. Dies schafft zum einen mehr Komfort und zum anderen mehr Sicherheit. für Fahrradfahrer und Fußgänger. Radfahrer wie auch Fußgänger können so auf eigenen Fahrwegen bis zum zukünftigen Kreisverkehr gelangen.

Die Kreuzung Haupt-/ Hildastraße in Eppelheim soll zu einem Kreisverkehrsplatz umgestaltet werden, was die Leistungsfähigkeit für den ÖPNV und den MIV (Motorisierter Individualverkehr) an diesem Kreuzungspunkt erhöht. Der Verkehrsfluss für Kraftfahrzeuge wird dadurch verbessert. Eine moderne Ampelanlage greift nur dann in den Verkehr ein, wenn es nötig ist. Das bedeutet geringere Wartezeiten für Autofahrer, weniger Lärmbelästigung und weniger Abgase für die Anwohner.

Eine nach den Anforderungen des Gemeinderats geplante Unterführung für Radfahrer und Fußgänger ist im Bereich der Brückenrampe in das Projekt mit integriert. Damit wird der Radverkehr in Nord-Süd Richtung entlang der Autobahn erheblich verbessert und bietet somit einen zukunftsfähigen Ausbau des Radverkehrsnetzes in und um Eppelheim.

Auf der Brücke wird es beidseitige Radfahrstreifen geben, die bis zum Kreisverkehrsplatz in Eppelheim fortgeführt werden. Damit wird eine eindeutige, sichere und durchgehende Führung des Radverkehrs gewährleistet.

Zwischen Kreisverkehrsplatz und der Einmündung Brückenstraße (Eppelheim) können aufgrund des beengten Verkehrsraumes beidseitig leider nur Radschutzstreifen mit einer Breite von 1,25 m angeordnet werden. Der übrige Streckenbereich zwischen der Einmündung Brückenstraße (Eppelheim) und der Kreuzung Kranichweg wird beidseitig mit durchgehenden Radfahrstreifen von 1,85 m Breite (einschließlich Markierung), gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) ausgeführt.

Östlich der Kreuzung Kranichweg erfolgt der Anschluss an die ebenfalls beidseitig geplanten Radfahrstreifen in Richtung der Heidelberger Innenstadt Die vorliegende Planung wurde mit den zuständigen Ordnungsbehörden der Städte Heidelberg und Eppelheim, der zuständigen Verkehrsordnungsbehörde des Landkreises (Verkehrspolizei) sowie mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad- Club (ADFC) abgestimmt.

Zur weiteren Erschließung des Rad- und Fußgängerverkehres ist eine Unterführung im Bereich des westlichen Brückenrampe geplant, so dass der Radverkehr in Nord-Süd-Richtung entlang der Autobahn sicher und bequem verlaufen kann. Diese Planung wurde auf Wunsch der Stadt Eppelheim sowie des Gemeinderates in das das Gesamtprojekt aufgenommen.

Zusätzlich zu den beidseitig geführten Radspuren, sind nach dem Stand der Technik dimensionierte und somit sichere Gehwege auf der Brücke und - da wo es möglich ist - entlang der Strecke, vorgesehen. Damit sind Fußgänger in beiden Richtungen mit viel Platz z. B. für Kinderwagen und ohne Beeinträchtigung unterwegs.

Danke der beidseitigen Weiterführung in Richtung Kreisverkehr muss die Fahrbahn nicht gequert werden. Für Fußgänger gibt es an drei Seiten des Kreisverkehrs sichere, barrierefreie Übergänge.Der Schulweg, welcher über die Hauptstraße in Nord-Süd-Richtung verläuft wird hierbei mit einer Ampel ausgestattet, die beiden Fußgängerquerungen in der Mozart- und Hildastraße werden über einen Zebrastreifen gesichert. Nach StVO haben Fußgänger hier Vorrang. Dank einer von der Stadt gewünschten Unterführung an der Westseite der Brücke können Fußgänger die Brücke sicher in Nord-Süd Richtung queren.

Der gesamte Streckenabschnitt zwischen der Kreuzung Hildastr./ Mozartstr. in Eppelheim und der Kreuzung Kurpfalzring/ Kranichweg in Heidelberg wird grundhaft erneuert und den heutigen Verkehrsbedürfnissen angepasst. Die Straße erhält analog dem heutigen Bestand je eine Fahrbahn von Heidelberg nach Eppelheim sowie für die Gegenrichtung von Eppelheim nach Heidelberg. Beide Fahrstreifen werden mit einer Breite von jeweils 3,25 m ausgebildet. Als Entwurfsgeschwindigkeit ist v = 50 km/h vorgesehen. Da die Straßenbahn auf eigenem Gleiskörper fährt und eigene Rad- sowie Gehwege entstehen, wird der gesamte Verkehr überschaubarer und sicherer.

Im Zuge der Entflechtung der Verkehrsströme wird die Kreuzung Hauptstraße / Hildastraße / Mozartstraße als Kreisverkehrsplatz umgebaut. Damit wird die Leistungsfähigkeit für den ÖPNV und den motorisierten Individualverkehr an diesem Kreuzungspunkt erhöht, der Verkehrsfluss am Ortseingang von Eppelheim verbessert sich.

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